Wagen 2133 (NF6, Duewag 1997) durchquert auf der Linie 708 am Stresemannplatz eine der elf „mittelamerikanischen Verkehrsinseln“ in Düsseldorf, die 2007 von der Künstlerin Tita Giese.
Die Düsseldorfer Rheinbahn beschaffte ab 1996 mit dem Typ NF6 bei Duewag ihre ersten Niederflurwagen. Bis 1999 wurden 48 Stück der dreiteiligen Gelenktriebwagen gebaut. Im Gegensatz zu den optisch ähnlichen NGT6C der Kasseler Verkehrs-Gesellschaft (KVG) und den weit verbreiteten MGT6D mit Einzelrad-Einzelfahrwerken handelt sich um Fahrzeuge mit zwei Triebdrehgestellen unter den Endwagen und zwei Losradpaaren unter dem Mittelteil. Damit ähneln sie dem ab 1994 beschafften Typ R1.1 der Stadtwerke Bonn (SWB). Bei den ein Düsseldorfer Fahrzeugen handelt es sich jedoch um Einrichtungswagen. Die Achsfolge lautet Bo’(1’1’)Bo’; die elektrische Ausrüstung stammt von Kiepe.
Wagen 2138 (NF6, Duewag 1998), verlässt die Haltestelle Berliner Allee auf der Linie 705.
Die Fahrzeuge sind 28,5 m lang und 2,4 m breit und erreichen eine Höchstgeschwindigkeit von 70 km/h. Angetrieben werden sie von vier 105 kW leistenden Motoren von Alstom (bis 1998 GEC Alsthom). Sie bieten 72 Sitz- und 93 Stehplätze. Der Niederfluranteil beträgt 61 Prozent.
Während die SWB ihre R1.1 durch neue 41T von Škoda ersetzen und nach Poznań abgeben, ließ die Rheinbahn ihre NF6 von 2017 bis 2022 bei IFTEC in Leipzig umfassend modernisieren. Sie werden daher wohl bis weit in die 2030er Jahre im Einsatz bleiben.
Generationentreff an der Persiluhr: An der Haltestelle Polizeipräsidium begegnen sich Wagen 2206 (NF8, Siemens 2003) und 2133 (NF6, Duewag 1997).
Bis auf einen Wagen, der mit Unfallschäden ausgemustert wurde, sind noch alle NF6 im Einsatz. Als Nachfolger beschaffte die Rheinbahn ab 2000 bei Siemens die auf dem Combino basierenden NF10 „Silberpfeil“. Ab 2003 kamen noch Wagen der kürzeren Variante NF8 dazu.
Die NF6 kommen auf allen sieben Straßenbahnlinien außer der 707 zum Einsatz.
Die Fotos entstanden am 8. März 2026.

